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Liebe Hörerinnen und Hörer,

gefühlt galten Menschen, die überhaupt keinen Alkohol konsumieren, noch vor zehn, 15 Jahren als Exoten – schiefe Blicke und Aufforderungen, sich zu erklären, inbegriffen.

In den letzten Jahren begegnen mir aber immer mehr Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen auf Alkohol verzichten.

Auf der einen Seite hat das einen erfreulichen Nebeneffekt für all jene, die nicht trinken: Es gibt immer mehr Alternativen ohne Alkohol. Auf der anderne Seite kriegt die Alkoholindustrie das deutlich zu spüren: In vielen Ländern gibt es historisch niedrige Absatzzahlen und deutliche Umsatzeinbrüche. 

Frage der Woche

Um die Situation der heimischen Winzer soll es auch in der Sendung am kommenden Donnerstag gehen.

Und von Ihnen wollen wir wissen: Sind Alternative ohne Alkohol etwas für Sie? Wenn ja, welche bevorzugen Sie?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail! Einige Antworten werden wir möglicherweise in unserer Sendung thematisieren. Und ein kleines "best of" gibt es nächste Woche hier im Newsletter. 

Bildquelle: Pexels/Leeloo The First

Unsere Themen der kommenden Woche

Hier ein Überblick über die Themen, die wir für nächste Woche geplant haben.

Montag: Boomland Indien - der bessere Handelspartner?
Dienstag: Ceuta, die Einwanderung und die ungelösten Probleme
Mittwoch: Unterfinanziert, überfordert, unter Beschuss: Humanitäre Helfer
Donnerstag: Früh- statt Spätlese? Die Weinernte beginnt

Natürlich kann sich aufgrund aktueller Ereignisse oder aus redaktionellen Gründen kurzfristig immer mal was ändern. Die endgültigen Themen und mehr Details zu den einzelnen Sendungen finden Sie auf unserer Website.


Ihre Berichte zu ihren Einschulungen

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen, wie Ihre Einschulung damals ablief. Hier einige Auszüge aus Ihren Antworten:

"[...] Meine Mutter begleitete mich. Auf dem Weg stießen wir auf andere Mütter, die ihre Kinder in diesen Lebensabschnitt geleiteten. Väter sah man kaum.

Wir Jungen und Mädchen trugen eine Art Uniform. Nämlich einen ledernen Schulranzen auf dem Rücken, aus dem ein weißer Häkellappen hing. Im Ranzen verbarg sich eine Schiefertafel, ein hölzerner Griffelkasten und eine Plastikdose mit feuchtem Schwamm. Auf dem Arm hielten wir die bunte Schultüte ziemlich kerzengerade. Regelmäßig wechselten wir vom linken zum rechten Arm und umgekehrt."


K. P. Mertens


"[...] Die Auswahl an Ranzen war damals sehr beschränkt, und der Gipfel des Luxus war es, dass ich statt eines braunen oder schwarzen einen tannengrünen bekam - der zum Glück nicht teurer war als die anderen. Ansonsten hielten sich die Vorbereitungen in Grenzen: In die Schultüte kamen Schiefertafel, Griffel, ein Mäppchen mit Bleistift, Radiergummi, fünf Buntstiften und kleinem Lineal aus Holz und eine Tafel Schokolade. Der Ranzen war aus Leder und hätte bis zum Abitur gehalten, wenn er nicht schon für Klasse 5 und die ganzen Bücher zu klein gewesen wäre.

Der Schulweg war kein Problem: ein Stück geschotterten Fußweg aufwärts, keine hundert Meter die Straße entlang und nach links den Weg zum Schulgebäude - das war's. Autoverkehr war dort noch kein Problem. Wir waren alle zu Fuß unterwegs."


M. Stein


"[...] Meine Mutter ging die ersten beiden Tage mit mir zur Schule. Der Weg war 15 Minuten lang und ich musste 3 Straßen und eine Hauptstraße (mit Fußgängerampel) überqueren. Ab dem 3. Tag ging ich mit Schulkameraden alleine zur Schule. Das war 1960 und damals völlig normal. Kein Kind wurde per Auto zur Schule gebracht. Und die Eltern vertrauten auf die Selbstständigkeit und Sorgfalt der Kinder im Straßenverkehr.
 
Heute vertrauen leider viele Eltern nicht mehr ihren Kindern und bringen sie per Elterntaxi zur Schule, was oft zu gefährlichen Situationen vor den Schulen führt."


J. Betz


"[...] meine Einschulung lag Ostern genau 65 Jahre zurück. Mein Vater machte ein Photo von mir vor der Schultüre, ich war schick gemacht mit Dirndl, immerhin weißer Schürze, aber gemusterten Kniestrümpfen u. einem Sommermäntelchen mit deutlich sichtbarem, rausgelassenem Saum. Der Mantel war genau wie der Lederranzen vererbt. [...] Wir lernten noch auf Schiefertafeln mit Griffel, hatten eine Schwammdose u. ein Läppchen zum Trockenwischen, das war sehr praktisch, Fehler konnte man schnell auswischen u. wenn man den Griffel falsch hielt, quietschte es scheußlich. [...] Mein Vater fuhr übrigens als Lehrer in dieselbe Schule…. mit dem Auto, ich kann mich nicht erinnern, daß er oder ich je auf die Idee gekommen wären, zusammen zu fahren, es waren ja nur ca. 700 m. Ich lief wie alle anderen Kinder auch."

A. Tauche-Eller


Was uns diese Woche beschäftigt hat

Bildquelle: Pexels/Polina Tankilevich

Damit verabschieden wir uns für diese Woche und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!

Passen Sie in der Hitze auf sich auf und gönnen Sie sich vielleicht den einen oder anderen Podcast von Der Tag und ein Getränk ohne Alkohl. 😉

Bei Anregungen, Fragen oder Feedback freuen wir uns über eine Mail.

Viele Grüße und bis nächsten Freitag!
Nasir Mahmood

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